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Serbische Währung: Der Dinar & 5 Reisetipps

Editorial Team

Von Editorial Team
Veröffentlicht am July 29, 2026

Inhaltsverzeichnis

Die serbische Währung ist der Dinar. In Serbien wird er mit dem Kürzel RSD abgekürzt. Ein Dinar besteht aus 100 Para – diese Untereinheit ist heute allerdings kaum noch im Umlauf. Auf den aktuellen Banknoten und Münzen findest du Porträts bedeutender Persönlichkeiten der serbischen Geschichte sowie kulturelle Wahrzeichen des Landes.

Reist du nach Belgrad, Novi Sad oder in eine kleinere serbische Stadt, erspart dir ein wenig Vorwissen unnötigen Stress: Wie funktioniert die serbische Währung? Wie wechselst du am besten Geld? Und was solltest du beim Bargeld beachten? Im Folgenden erfährst du alles Wichtige zur Geschichte des Dinars, zu den Banknoten und zu praktischen Tipps für deinen Aufenthalt.

Was ist die serbische Währung?

Die serbische Währung heißt Dinar (serbisch kyrillisch: динар) und trägt international den Code RSD. Ein Dinar teilt sich in 100 Para auf, wobei Para-Münzen heute praktisch keine Rolle mehr spielen. Der Name stammt vom römischen denarius ab. Über das mittelalterliche serbische Münzwesen hat er sich bis in die moderne serbische Währung gehalten.

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Die Geschichte des serbischen Dinars

Der Begriff „serbischer Dinar” taucht erstmals in Archivdokumenten von Ende 1214 auf, zur Zeit von Stefan dem Erstgekrönten. Bis zum Fall des serbischen Despotats im Jahr 1459 wurde der Dinar von nahezu allen serbischen Herrschern in Münzstätten nahe der zahlreichen Silberminen des Landes geprägt.

Die Münzprägung war eines der wichtigsten Zeichen von Unabhängigkeit und Staatlichkeit des mittelalterlichen Serbien. Da Gold in dieser Zeit europaweit aus dem Umlauf verschwand, wurde ausschließlich in Silber geprägt. Nach dem Verlust der serbischen Staatlichkeit endete die Prägung – erst im 19. Jahrhundert, mit der Wiedererrichtung Serbiens, kehrte der Dinar als Währung zurück und ist bis heute die Basis der serbischen Währung.

Banknoten und Münzen der serbischen Währung

Bei der aktuellen serbischen Währung sind folgende Stückelungen im Umlauf:

  • Banknoten: 10, 20, 50, 100, 200, 500, 1.000 und 2.000 Dinar (häufig); 5.000 Dinar (selten)
  • Münzen: 1, 2, 5 und 20 Dinar (häufig); 10 Dinar (selten)

Jede Banknote zeigt das Porträt einer historischen Persönlichkeit:

BanknotePorträt
10 DinarVuk Stefanović Karadžić, Sprachreformer
20 DinarPetar II Petrović Njegoš, Fürst-Bischof und Dichter
50 DinarStevan Stojanović Mokranjac, Komponist
100 DinarNikola Tesla, Erfinder
200 DinarNadežda Petrović, Malerin
500 DinarJovan Cvijić, Geograf
1.000 DinarĐorđe Vajfert, Brauerei-Pionier
2.000 DinarMilutin Milanković, Klimatologe und Astronom
5.000 DinarSlobodan Jovanović, Jurist und Historiker

Kann man in Serbien mit Karte bezahlen?

Ja, in Serbien wird neben Bargeld auch mit gängigen Kreditkarten wie Visa und Mastercard bezahlt. Funktioniert deine Karte in New York, Paris, Berlin oder Tokio, funktioniert sie in der Regel auch in Belgrad, Novi Sad oder anderen serbischen Städten. Für kleinere Beträge – etwa ein Taxi, einen Snack oder Trinkgeld – lohnt es sich trotzdem, etwas Bargeld in der serbischen Währung dabeizuhaben, da Bargeld nach wie vor als praktisches Zahlungsmittel im Alltag gilt.

Wer Bargeld mitbringen möchte, sollte am besten Euro einpacken. Auch US-Dollar, britische Pfund und Schweizer Franken lassen sich zu guten Kursen wechseln. Kanadische und australische Dollar sowie dänische, norwegische und schwedische Kronen werden zwar ebenfalls angenommen, allerdings meist zu einem deutlich schlechteren Kurs.

Wo wechselt man am besten Geld in Serbien?

Die besten Wechselstuben in Belgrad findest du in der Fußgängerzone Knez Mihajlova, rund um den Platz der Republik. Achte auf offizielle Wechselstuben, auf Serbisch menjačnica genannt, die klar gekennzeichnet sind. Diese offiziellen Anbieter findest du zahlreich in Belgrad, Novi Sad und anderen Städten – nicht nur bei Banken oder im Hotel.

Die Kurse bei offiziellen Wechselstuben sind in der Regel besser als bei Banken, Hotels oder am Flughafen. Private Wechselstuben dürfen ihre Kurse zwar selbst festlegen, müssen sie jedoch klar sichtbar aushängen. Die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs liegt üblicherweise bei 2–3 %. Wechsle dein Geld ausschließlich bei offiziellen Stellen – der Umtausch auf der Straße mit Fremden ist illegal und kann riskant sein.

Geldautomaten (Bankomaten) findest du zahlreich in Belgrad und am Flughafen. Dort kannst du rund um die Uhr Bargeld in der serbischen Währung abheben. In kleineren Orten und Dörfern kann es dagegen schwieriger sein, einen Geldautomaten zu finden – nimm dort besser genug Bargeld mit.

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Serbische Wörter rund ums Geld

Ein paar grundlegende Begriffe helfen dir beim Bezahlen und Geldwechseln in Serbien weiter.

DeutschSerbisch (Kyrillisch)Lateinische SchriftAussprache
Geldновацnovac novac
Dinarдинарdinar dinar
Bargeldготовинаgotovina gotovina
Wechselstubeмењачницаmenjačnica menjačnica
Karteкартицаkartica kartica
Geldautomatбанкоматbankomat bankomat
Wechselgeldкусурkusur kusur
Preisценаcena cena

Wenn du dich noch unsicher mit der Aussprache fühlst, helfen dir 50 nützliche serbische Phrasen dabei, dich auch abseits des Geldwechsels sicherer zu verständigen.

Bargeldausfuhr aus Serbien: Was du wissen musst

Bringst du Bargeld nach Serbien mit oder nimmst du es wieder mit, gilt: Beträge ab einem Gegenwert von 10.000 EUR pro Person musst du bei der Ein- und Ausreise beim serbischen Zoll deklarieren. Die Einfuhr von Fremdwährung ist grundsätzlich unbeschränkt, die Deklarationspflicht greift erst ab dieser Schwelle.

Wichtig: Bewahre die bei der Einreise ausgestellte Zollerklärung bis zur Ausreise auf. Ohne diesen Nachweis kann bei der Ausreise Bargeld über der 10.000-Euro-Grenze beschlagnahmt werden. Wer knapp unter dem Limit bleibt, muss sich um diese Formalität nicht kümmern – für größere Summen lohnt es sich aber definitiv, die Erklärung nicht zu verlieren.

Auch die Western-Union-Filialen in vielen Postämtern und Banken sind eine Option, falls dir unterwegs das Bargeld ausgeht. Auszahlungen erfolgen dabei in Euro. Alternativ kannst du bei einem lokalen Bankkonto auch internationale Überweisungen empfangen, die je nach Bank 3 bis 7 Werktage dauern.

Tipps für den Umgang mit der serbischen Währung

  • Bring Euro in bar mit – damit bekommst du in der Regel den besten Wechselkurs.
  • Nutze ausschließlich offizielle Wechselstuben (menjačnica), nie den Straßentausch.
  • Hebe deine Zollerklärung auf, wenn du größere Bargeldbeträge einführst.
  • Plane in kleineren Orten mehr Bargeld ein, da Geldautomaten dort seltener sind.
  • Übe ein paar Grundbegriffe zur serbischen Währung, bevor du losfährst – das erleichtert das Bezahlen und Wechseln enorm. Falls du gerade erst einsteigst, lohnt sich ein Blick in Serbisch lernen für Anfänger, um dich mit den wichtigsten Grundlagen vertraut zu machen.

Serbische Geldmünzen

Häufig gestellte Fragen zur serbischen Währung

Kann man in Serbien mit Euro bezahlen?

In der Regel nicht direkt – Geschäfte, Restaurants und Taxis akzeptieren fast ausschließlich Dinar. Wechsle dein Bargeld deshalb rechtzeitig in einer offiziellen Wechselstube um.

Wie viel Bargeld darf man nach Serbien einführen?

Die Einfuhr von Fremdwährung ist unbeschränkt möglich, ab einem Gegenwert von 10 000 EUR pro Person besteht jedoch Deklarationspflicht beim Zoll. Dasselbe gilt für die Ausreise mit größeren Bargeldbeträgen.

Welche Scheine gibt es bei der serbischen Währung?

Aktuell sind Banknoten zu 10, 20, 50, 100, 200, 500, 1.000, 2.000 und – seltener – 5.000 Dinar im Umlauf. Jeder Schein zeigt das Porträt einer bedeutenden serbischen Persönlichkeit.

Fazit

Die serbische Währung, der Dinar, hat eine jahrhundertealte Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht und eng mit der serbischen Staatlichkeit verbunden ist. Die aktuellen Banknoten würdigen wichtige Persönlichkeiten wie Nikola Tesla oder Vuk Karadžić und machen den Dinar zu mehr als nur einem Zahlungsmittel.

Für deine Reise nach Serbien reicht es, ein paar Grundregeln zu beachten: Euro in bar mitbringen, in offiziellen Wechselstuben umtauschen und bei größeren Summen die Zollbestimmungen im Blick behalten. Wer sich zusätzlich mit ein paar serbischen Grundbegriffen vertraut macht, kommt beim Bezahlen und Wechseln noch entspannter durchs Land. Wer sich zudem als Expat länger in Serbien aufhält, findet in Serbisch lernen für Expats weitere praktische Tipps für den Alltag.

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